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Mehr Kunden gewinnen

Lokale Landingpages: So werden Sie in Ihrer ganzen Region gefunden

Dirk Meißner Dirk Meißner 6 Min. Lesezeit
Handwerker hält eine Landkarte und telefoniert, Symbol für lokale Landingpages in mehreren Orten der Region.

Eine Webseite für Ihren Betrieb reicht nicht aus. Zumindest nicht, wenn Sie als Handwerker Kunden in mehreren Städten gewinnen wollen. Lokale Landingpages sind der Schlüssel dazu.

Der Grund ist einfach: Google ordnet jede Seite einem bestimmten Ort zu. Wer nur eine allgemeine Seite hat, wird auch nur für einen Ort gefunden. Ein Tischler aus Döbeln, der auch in Riesa und Oschatz arbeitet, taucht bei Suchen in diesen Städten schlicht nicht auf, weil Google keinen Hinweis hat, dass er dort aktiv ist. Betriebe mit eigenen Unterseiten pro Ort haben diesen Hinweis. Sie gewinnen die Aufträge.

Die Lösung: Für jeden wichtigen Ort eine eigene Unterseite. Im Fachjargon heißen diese Seiten lokale Landingpages oder Standortseiten. Und genau darum geht es in diesem Artikel.

Lokale Landingpages: Warum eine einzelne Webseite nicht reicht

Google denkt lokal. Wenn ein Hausbesitzer in Radebeul nach “Heizungsbauer Radebeul” sucht, zeigt Google ihm Ergebnisse mit direktem Bezug zu Radebeul. Eine allgemeine Webseite mit dem Text “Wir arbeiten auch in Radebeul” reicht dafür nicht aus.

Google braucht ein klares Signal: Diese Seite handelt von Heizungsbau in Radebeul. Dieses Signal liefert eine eigene Unterseite mit Radebeul in der Überschrift, im Text und in der URL. Fehlt dieses Signal, gehen Sie in den Suchergebnissen unter.

88 Prozent aller lokalen Suchanfragen kommen vom Smartphone. Die Menschen suchen unterwegs, oft in einer konkreten Situation: Die Heizung ist ausgefallen, das Dach undicht, der Wasserhahn tropft. Sie suchen “Handwerker + Stadt” und rufen den erstbesten Treffer an. Wer bei dieser Suche nicht auftaucht, existiert für diese Kunden nicht.

Besonders hart trifft das Handwerker und KMU mit großem Einzugsgebiet. Ein Elektriker aus Coswig, der bis nach Freital und Dippoldiswalde fährt, lässt ohne Standortseiten bares Geld auf der Straße liegen.

Was muss auf eine lokale Landingpage drauf?

Eine gute Standortseite ist mehr als eine Kopie Ihrer Startseite mit ausgetauschtem Ortsnamen. Google erkennt diesen Trick sofort und ignoriert solche Seiten. Jede Standortseite braucht eigenen, ehrlichen Inhalt.

Überschrift mit Ort und Leistung. “Ihr Malermeister in Radebeul” oder “Heizungsbau in Meißen” sagt Google und dem Besucher sofort, worum es geht.

Ortsbezogener Text. Beschreiben Sie, was Sie konkret in diesem Ort anbieten. Nennen Sie Stadtteile, Besonderheiten der Region oder typische Projekte vor Ort. Ein Dachdecker könnte erwähnen, dass viele Altbauten in der Meißner Altstadt besondere Dachformen haben, die Erfahrung erfordern.

Echte Referenzen aus der Region. Zeigen Sie Projekte, die Sie in diesem Ort umgesetzt haben. Keine Namen natürlich, aber Beschreibungen wie “Komplettsanierung eines Bades in einem Mehrfamilienhaus in Radebeul-Ost” sind glaubwürdig und einzigartig.

Außerdem gehören Ihre Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail, Kontaktformular), eine Anfahrtsbeschreibung zum jeweiligen Ort und eine Google-Maps-Einbindung auf jede Seite. Wenn Sie ein Google Unternehmensprofil haben, verlinken Sie auch darauf.

Das gehört auf jede Standortseite
  • Überschrift mit Ort und Leistung
  • Ortsbezogener Fließtext
  • Lokale Referenzen und Projekte
  • Kontakt und Anfahrt
  • Google Maps eingebunden
  • Interne Verlinkung

Die goldene Regel: Kein Duplicate Content

Hier machen die meisten Betriebe den entscheidenden Fehler. Sie erstellen eine Seite für Dresden, kopieren den Text, ersetzen “Dresden” durch “Meißen”, dann durch “Radebeul”. In einer Stunde fünf Standortseiten. Klingt effizient.

Google erkennt das. Und Google mag es nicht. Kopierte Seiten mit ausgetauschtem Stadtnamen gelten als Duplicate Content. Im schlimmsten Fall stuft Google alle diese Seiten herunter, nicht nur die kopierten.

Jede Standortseite sollte mindestens 40 bis 60 Prozent eigenen Inhalt haben. Das klingt nach viel Arbeit. Ist es auch. Aber ein realistischer Ansatz bringt Aufwand und Ergebnis ins Gleichgewicht.

Der Hybrid-Ansatz: Investieren Sie richtig in die drei bis fünf wichtigsten Städte. Für Dresden, Meißen und Radebeul bekommen Ihre Standortseiten jeweils einen ausführlichen, einzigartigen Text mit lokalen Projekten, Besonderheiten und eigenen Fotos. Für weitere Orte wie Coswig, Freital oder Dippoldiswalde reichen kürzere Seiten, die trotzdem eigenen Text enthalten. Lieber wenige gute Seiten als viele schlechte.

Standortseiten: richtig oder falsch

So geht es falsch

  • Copy-Paste mit neuem Stadtnamen
  • Keine lokalen Inhalte
  • Dasselbe Stockfoto überall
  • In einer Stunde zehn Seiten
  • Keine interne Verlinkung

So geht es richtig

  • Einzigartiger Text pro Stadt
  • Lokale Projekte als Referenz
  • Echte Fotos aus der Region
  • Stadtteile und Besonderheiten
  • Separate URL pro Standort

Die richtige URL-Struktur für lokale Landingpages

Konsistente URLs helfen Google und Ihren Besuchern. Zwei Varianten haben sich bewährt:

Variante 1: Standort-Unterordner /standorte/dresden/, /standorte/meissen/, /standorte/radebeul/

Variante 2: Leistung plus Stadt /maler-dresden/, /maler-meissen/, /maler-radebeul/

Für welche Variante Sie sich entscheiden, ist weniger wichtig als die Konsequenz. Mischen Sie nicht. Wenn Sie mit Variante 1 anfangen, bleiben Sie dabei.

Planen Sie außerdem die interne Verlinkung ein. Jede Standortseite sollte auf Ihre Leistungsseiten verlinken und umgekehrt. So versteht Google die Zusammenhänge zwischen Ihren Seiten, und Besucher finden schnell, was sie suchen.

Praxisbeispiel: Ein Elektriker baut Standortseiten auf

Nehmen wir an, ein Elektrikermeister aus Freital arbeitet in fünf Städten im Umkreis. Seine Webseite hat bisher eine Startseite, eine Leistungsseite und eine Kontaktseite. Bei Google taucht er unter “Elektriker Freital” auf. In Dresden, Bannewitz, Dippoldiswalde und Tharandt erscheint er nicht.

Er erstellt fünf Standortseiten. Für Dresden schreibt er über seine Arbeit in den Stadtteilen Löbtau, Cotta und Plauen, über typische Projekte in Altbauten und die Besonderheiten der Elektrik in Gründerzeithäusern. Für Bannewitz beschreibt er seine Erfahrung mit Neubauten im Wohngebiet. Jede Seite ist anders, jede erzählt etwas Echtes.

Nach drei Monaten taucht er bei Google auf: “Elektriker Dresden”, “Elektriker Bannewitz”, “Elektriker Dippoldiswalde”. Die Anfragen aus diesen Orten steigen. Nicht über Nacht, aber stetig.

Fazit: Ihre Region wartet auf Sie

Wer als Handwerker in mehreren Städten arbeitet, verschenkt ohne lokale Landingpages täglich Anfragen. Ihre Mitbewerber mit eigenen Standortseiten bekommen die Aufträge, die auch für Sie möglich wären.

Fangen Sie mit den drei wichtigsten Städten an. Schreiben Sie für jeden Ort eine eigene Unterseite mit echtem, ortsbezogenem Inhalt. Keine kopierten Texte, sondern ehrliche Beschreibungen Ihrer Arbeit vor Ort. Dann beobachten Sie, wie Google Ihre Seiten findet. Sie möchten Standortseiten für Ihren Betrieb erstellen lassen? Melden Sie sich bei mir. Ich kenne die Region, die Suchbegriffe und die Technik dahinter. Wie ich das für Betriebe in ganz Sachsen umsetze, sehen Sie in meiner Standort-Übersicht.