Ihre Website ist veraltet, wenn sie am Handy nicht richtig funktioniert, nach einer anderen Zeit aussieht, länger als drei Sekunden lädt, kein https hat, falsche Angaben zeigt oder keine Anfragen bringt. Treffen mehr als zwei dieser sechs Warnsignale zu, ist es Zeit für einen Neuaufbau. Wann eine Überarbeitung noch reicht, erkläre ich Ihnen weiter unten.
Eine Webseite altert schneller als ein Firmenfahrzeug. Nach drei Jahren ist die Technik überholt. Nach fünf Jahren schadet die Seite Ihrem Betrieb aktiv. Das klingt hart, aber die Mechanik dahinter ist simpel: Google ändert seine Bewertungskriterien, Besucher gewöhnen sich an modernere Seiten, und Sicherheitsstandards verschärfen sich. Was bei der Erstellung noch tadellos war, bremst heute Ihr Ranking und schreckt mögliche Kunden ab.
Doch woran erkennen Sie, ob Ihre Webseite nur etwas angestaubt ist oder ob ein Relaunch fällig wird? Sechs Warnsignale geben Ihnen eine klare Antwort. Ich habe sie danach sortiert, wem sie zuerst auffallen: Ihren Besuchern, Google oder Ihnen selbst.
- Am Handy muss man zoomen und quer scrollen
- Das Design sieht aus wie vor zehn Jahren
- Die Seite lädt länger als drei Sekunden
- In der Adresszeile fehlt das https
- Öffnungszeiten oder Team stimmen nicht mehr
- Über die Webseite kommt keine einzige Anfrage
Woran Sie eine veraltete Website sofort erkennen
Die ersten beiden Signale sieht jeder Besucher in der ersten Sekunde, noch bevor er ein Wort gelesen hat. Genau deshalb wiegen sie am schwersten.
Ihre Webseite funktioniert auf dem Smartphone nicht richtig
Knapp die Hälfte aller Webseiten-Besuche in Deutschland kommt inzwischen vom Smartphone, im Juli 2026 waren es 49,4 Prozent gegenüber 49,0 Prozent am Computer (StatCounter). Wenn diese Besucher bei Ihnen zoomen, quer scrollen und rätseln müssen, wo der Kontakt-Button steckt, sind sie weg.
Google hat das Mobile-First-Indexing ab 2018 schrittweise eingeführt. Ab März 2021 sollte es für alle Seiten gelten, tatsächlich zog sich die Umstellung dann noch bis Ende 2023 hin. Bewertet wird inzwischen die mobile Fassung Ihrer Seite, nicht die am Computer. Eine Seite, die nur am Desktop gut aussieht, rutscht im Ranking ab.
Testen Sie es selbst: Öffnen Sie Ihre Webseite auf dem Smartphone. Können Sie alle Texte ohne Zoomen lesen? Ist die Telefonnummer mit einem Fingertipp erreichbar? Was Sie konkret ändern können, erkläre ich ausführlich im Artikel Webseite mobil optimieren.
Nicht fürs Handy gemacht
- Schrift zu klein zum Lesen
- Bilder werden abgeschnitten
- Kontakt-Button ist versteckt
- Besucher müssen ständig zoomen
Fürs Handy gemacht
- Alle Texte ohne Zoomen lesbar
- Bilder passen sich der Breite an
- Telefonnummer mit einem Fingertipp
- Klare Bedienung auf kleinem Display
Das Design wirkt wie aus einer anderen Zeit
Dunkle Hintergründe mit bunter Schrift, Flash-Animationen, überladene Startseiten mit Textwänden: Was 2012 modern aussah, wirkt heute abschreckend. Besucher entscheiden innerhalb von Sekunden, ob eine Webseite vertrauenswürdig wirkt, und das Design entscheidet mit.
Vergleichen Sie Ihre Webseite mit denen Ihrer Mitbewerber. Für einen konkreten Eindruck, wie eine moderne Handwerker-Webseite heute aussieht, lohnt ein Blick auf erfolgreiche Webseiten aus Sachsen. Fällt Ihre Seite deutlich aus der Reihe? Dann sehen das Ihre möglichen Kunden auch. Und sie ziehen daraus Schlüsse über die Qualität Ihrer Arbeit.
Was Google an einer veralteten Website bemerkt
Signal drei und vier fallen Ihren Besuchern seltener auf, Google dagegen sofort. Beide sind messbar, und beide können Sie in zehn Minuten selbst prüfen.
Warum lädt Ihre Webseite langsamer als drei Sekunden?
Weil sie mit Technik von gestern arbeitet. Große, unkomprimierte Bilder, veralteter Code, fehlende Zwischenspeicherung: Veraltete Webseiten laden fast immer zu langsam, und der Preis dafür ist hoch. Laut einer Google-Auswertung von 2016 brechen 53 Prozent der mobilen Besucher den Aufruf ab, wenn eine Seite länger als drei Sekunden lädt. Die Zahl ist nicht mehr taufrisch, aber seither hat niemand belegt, dass Menschen geduldiger geworden wären. Über die Hälfte, und keiner davon meldet sich je bei Ihnen.
Prüfen Sie Ihre Ladezeit mit dem kostenlosen Werkzeug Google PageSpeed Insights. Geben Sie einfach Ihre Webadresse ein. Das Ergebnis liegt zwischen 0 und 100 Punkten: 90 bis 100 gilt als gut, 50 bis 89 als verbesserungswürdig, alles darunter als schlecht. Schauen Sie dabei auf den mobilen Wert, der ist strenger und zählt für Google.
Leuchtet Ihre Seite dort rot, reicht ein neues Bild allein nicht. Dann ist meist die gesamte technische Basis das Problem.
In der Adresszeile fehlt das Schloss und das https
Schauen Sie in die Adresszeile Ihres Browsers. Steht dort „https“ mit einem Schlosssymbol? Oder nur „http“ mit dem Hinweis „Nicht sicher“? Seit Juli 2018 markiert Chrome jede Seite ohne Verschlüsselung genau so, und die anderen Browser machen es ähnlich. Für Besucher sieht das aus, als wäre Ihre Seite unsicher oder sogar gefährlich.
Es kostet Sie doppelt: Besucher springen ab, und Ihr Ranking leidet, denn schon seit 2014 zählt eine verschlüsselte Verbindung bei Google als Ranking-Signal. Ein Zertifikat einzurichten ist technisch keine große Sache, die meisten Hoster schalten es kostenlos mit einem Klick frei. Fehlt es Ihrer Webseite trotzdem noch, wurde sie offensichtlich seit Jahren nicht gepflegt.
Auf einen Blick
- 2014
https zählt
Google nimmt die Verschlüsselung ins Ranking auf.
- 2018
Chrome warnt
Seiten ohne Verschlüsselung gelten als nicht sicher.
- 2021
Mobile-First
Google bewertet die mobile Fassung zuerst.
- 2023
Umstellung fertig
Das Mobile-First-Indexing ist abgeschlossen.
Was Sie selbst im Betrieb merken
Die letzten beiden Signale sehen Sie früher als jeder andere. Sie stehen nämlich in Ihrem eigenen Kalender und auf Ihrem eigenen Telefon.
Stimmen Öffnungszeiten, Telefonnummer und Impressum noch?
Stehen auf Ihrer Webseite noch Öffnungszeiten von vor der Pandemie? Zeigen die Teamfotos Mitarbeiter, die längst woanders arbeiten? Solche Details wirken auf den ersten Blick harmlos. Für Besucher signalisieren sie etwas Grundsätzliches: Dieser Betrieb kümmert sich nicht.
Besonders kritisch wird es bei rechtlichen Angaben. Ein Impressum, das nicht mehr stimmt, kann eine Abmahnung nach sich ziehen. Und auch für Google sind aktuelle Inhalte ein Rankingfaktor. Eine Seite, deren letzter Beitrag drei Jahre alt ist, gilt als weniger relevant.
- Telefonnummer korrekt und anklickbar
- Öffnungszeiten aktuell
- Teamfotos zeigen aktuelle Mitarbeiter
- Impressum und Datenschutz geprüft
- Leistungen vollständig beschrieben
- Preisangaben plausibel
Ihre Webseite bringt seit Monaten keine Anfragen
Dann erfüllt sie ihren wichtigsten Zweck nicht, und das ist das deutlichste Signal von allen. Nehmen wir einen Fliesenleger aus Radebeul. Die Webseite ist seit Jahren online, sieht ordentlich aus, und trotzdem kam über sie noch keine einzige Anfrage.
Dahinter stecken meist mehrere Ursachen gleichzeitig. Die Kontaktdaten sind versteckt. Das Formular fehlt oder funktioniert nicht. Die Seite beschreibt Leistungen, beantwortet aber nicht die Fragen der Besucher. Oder sie taucht bei Google gar nicht erst auf.
Wichtig ist die Reihenfolge: Zählen Sie erst nach, wie viele Anfragen im letzten halben Jahr wirklich über die Webseite kamen, bevor Sie etwas ändern. Ohne diese Zahl wissen Sie hinterher nicht, ob der Umbau etwas gebracht hat. Die häufigsten Ursachen habe ich im Ratgeber warum Ihre Webseite keine Anfragen bringt im Detail aufgeschlüsselt.
Website überarbeiten oder neu bauen?
Nicht jede veraltete Webseite braucht einen Komplett-Relaunch. Die Frage ist immer dieselbe: Wie tief sitzen die Probleme?
Wann es reicht, die Website zu modernisieren
Eine Optimierung genügt, wenn die Grundlagen stimmen. Die Seite ist responsive, das Zertifikat ist aktiv, die Technik ist gepflegt, und veraltet sind vor allem die Inhalte. Dann tauschen Sie Texte und Fotos, aktualisieren Impressum und Öffnungszeiten, komprimieren die Bilder und ordnen die Navigation neu. Das ist eine Sache von Tagen und kostet einen Bruchteil.
Ein guter Anhaltspunkt: Wenn Sie in der Liste oben nur bei Signal fünf hängen bleiben, ist Ihre Seite gesund und braucht Pflege, keinen Neuaufbau.
Wann ist es Zeit für einen Relaunch?
Sobald die Grundlagen selbst das Problem sind. Ein Relaunch ist nötig, wenn die Seite nicht mobiloptimiert ist, wenn die technische Basis veraltet ist, also etwa eine uralte Installation mit Erweiterungen, die niemand mehr aktualisiert, oder wenn Design und Struktur grundlegend überholt werden müssen.
Als Faustregel gilt: Alle 3 bis 5 Jahre sollte eine Webseite zumindest grundlegend überprüft werden. Das gilt für Handwerksbetriebe genauso wie für kleine Unternehmen. Treffen mehr als zwei der sechs Signale zu, sparen Sie mit einem Neuaufbau am Ende Geld, weil Sie sonst dieselbe Baustelle jedes Jahr neu flicken. Wie so ein Neuaufbau bei mir abläuft und warum dabei keine alte Adresse verloren geht, steht auf der Seite zum Website-Relaunch.
Ist Ihre Seite mobiloptimiert, verschlüsselt und jünger als fünf Jahre?
- Responsive und verschlüsselt, nur Inhalte und Design veraltet Optimierung reicht
- Nicht mobiloptimiert, ohne Verschlüsselung oder älter als fünf Jahre Relaunch empfohlen
Website Redesign im Handwerk
Was auf Sie zukommt
Wer sich für einen Neuaufbau entscheidet, will vorher zwei Dinge wissen: was es kostet und was er selbst tun muss.
Was kostet ein Relaunch für einen Handwerksbetrieb?
Bei mir beginnt eine neue Webseite als Festpreis ab 2.000 €. Wenn Sie Ihre Webseite für einen Handwerksbetrieb in Sachsen neu erstellen lassen wollen, hängt der Preis vor allem vom Umfang ab, also davon, wie viele Leistungs- und Standortseiten Sie brauchen. Den Preis erfahren Sie vor dem Start, nicht hinterher. Eine ausführliche Aufschlüsselung mit allen Posten, auch den laufenden, finden Sie im Kostenüberblick für Handwerker-Webseiten.
Zeitlich sollten Sie mit einigen Wochen rechnen. Der längste Posten sind dabei fast nie die Technik oder das Design, sondern Inhalte und Fotos. Genau daran scheitern die meisten Vorhaben, wenn der Betrieb sie selbst beisteuern soll.
Responsive Design für kleine Unternehmen ist heute Grundausstattung
Vor zehn Jahren war die mobile Fassung ein Aufpreis auf dem Angebot. Heute ist sie der Ausgangspunkt: Eine Seite wird zuerst für das Handy entworfen und danach für den großen Bildschirm erweitert. Wenn Ihnen jemand responsives Design noch als Zusatzposten verkauft, fragen Sie nach, was in der Grundleistung dann eigentlich enthalten ist.
Für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe zählt daneben vor allem eines: Jemand muss die Seite aktuell halten. Öffnungszeiten ändern, ein Projektfoto nachlegen, eine Stellenanzeige einstellen. Was niemand pflegt, bleibt erfahrungsgemäß jahrelang stehen. Genau so entstehen die Signale aus diesem Artikel.
Ihr Zehn-Minuten-Selbsttest für die eigene Webseite
In zehn Minuten haben Sie Klarheit. Nehmen Sie sich Ihr Handy und einen Zettel.
Am Handy öffnen
Ihre Seite aufrufen und ohne Zoomen lesen, dann die Nummer antippen.
Tempo messen
Adresse bei Google PageSpeed Insights eingeben, mobilen Wert notieren.
Adresszeile prüfen
Steht dort https mit Schloss oder der Hinweis Nicht sicher?
Angaben gegenlesen
Öffnungszeiten, Team, Telefonnummer und Impressum auf Aktualität prüfen.
Notieren Sie zu jedem Punkt ein Ja oder Nein. Zwei Nein bedeuten Pflege, vier bedeuten Neuaufbau. Damit haben Sie eine belastbare Grundlage, egal ob Sie danach selbst weitermachen oder jemanden beauftragen.
Die ersten drei Handgriffe können Sie heute Abend erledigen, dafür brauchen Sie niemanden. Schwierig wird es an der Stelle, an der aus der Diagnose ein fertiger Auftritt werden soll. Texte, die Ihre Kunden ansprechen, Fotos, die Vertrauen schaffen, und eine Struktur, die Google versteht: Das ist der Teil, an dem im Betriebsalltag die Zeit fehlt. Genau da komme ich ins Spiel. Sie bekommen von mir die Texte, ich kümmere mich um Technik und Aufbau, und Sie sagen mir nur, was stimmt und was nicht. Was dazugehört, steht in meiner Leistungsübersicht.
Fazit
Ihre Webseite arbeitet für Sie oder gegen Sie
Eine veraltete Webseite ist kein kosmetisches Problem. Sie kostet Sichtbarkeit bei Google, Vertrauen bei Besuchern und am Ende Aufträge. Die sechs Warnsignale in diesem Artikel geben Ihnen eine klare Orientierung: Treffen mehr als zwei davon auf Ihre Seite zu, ist es Zeit zu handeln.
Prüfen Sie heute noch Ihre Webseite auf diese Punkte. Öffnen Sie sie auf dem Smartphone, testen Sie die Ladezeit bei Google PageSpeed Insights, kontrollieren Sie Impressum und Kontaktdaten. Wenn Sie merken, dass Ihre Seite nicht mehr zeitgemäß ist: Sprechen Sie mit mir, Dirk Meißner. Ich schaue mir Ihre Webseite an und sage Ihnen ehrlich, ob ein Relaunch nötig ist.

