Website Wartung Kosten: Was Ihre Webseite nach dem Livegang wirklich kostet

Was kostet meine Webseite eigentlich, wenn sie erst mal online ist? Diese Frage bekomme ich oft, meistens ein paar Wochen nach dem Livegang. Die kurze Antwort: Die reine Technik aus Domain, Hosting und Sicherheitszertifikat kostet die meisten Handwerker-Webseiten in Sachsen rund 70 bis 200 Euro im Jahr. Der größere Posten ist etwas anderes, nämlich die Pflege. Und die kostet Sie entweder Zeit oder einen festen Monatsbetrag.
Was die Erstellung einer Webseite kostet, habe ich an anderer Stelle ausführlich aufgeschlüsselt, in meinem Ratgeber Was kostet eine Webseite wirklich?. In diesem Artikel geht es um alles, was danach kommt. Also darum, was eine Webseite Monat für Monat und Jahr für Jahr braucht, damit sie sicher läuft und weiter Anfragen bringt.
Website Wartung Kosten: Die zwei Rechnungen, die zusammengehören
Wenn wir über Website Wartung Kosten reden, vermischen viele zwei Dinge, die man besser getrennt betrachtet. Da ist zum einen die feste Technik. Die läuft im Hintergrund, ist gut kalkulierbar und ändert sich selten. Und da ist zum anderen die laufende Pflege. Die kostet mal mehr, mal weniger, je nachdem wie oft sich auf Ihrer Seite etwas tut.
Beide zusammen ergeben die ehrliche Antwort auf die Frage, was Ihre Homepage monatlich wirklich kostet. Schauen wir uns beide der Reihe nach an.
Die feste Technik: Domain, Hosting und SSL
Drei Posten müssen immer bezahlt werden, solange Ihre Seite online ist. Bei denen gibt es wenig Überraschungen.
Domain. Das ist Ihre Internetadresse, zum Beispiel ihr-betrieb.de. Eine .de-Adresse kostet in der Verlängerung meist 10 bis 20 Euro im Jahr. Wichtig ist vor allem, dass die Domain auf Ihren Namen läuft und nicht auf den Ihres Dienstleisters.
Hosting. Das ist der Speicherplatz, auf dem Ihre Seite liegt. Für einen normalen Handwerksbetrieb reicht solides Shared-Hosting ab etwa 5 Euro im Monat. Wer Wert auf Tempo legt, zahlt eher 10 bis 15 Euro. Beim Hosting sollten Sie nicht am letzten Euro sparen, denn billiger, überfüllter Speicherplatz macht die Seite langsam.
SSL-Zertifikat. Das ist das kleine Schloss in der Adresszeile, das Ihre Seite als sicher ausweist. Die gute Nachricht: Bei fast allen Hostern in Deutschland ist ein Let’s-Encrypt-Zertifikat kostenlos dabei und verlängert sich von allein. Sie zahlen dafür in aller Regel nichts extra.
Auf einen Blick
| Domain (.de) | 10 bis 20 € |
|---|---|
| Hosting | 60 bis 180 € |
| SSL-Zertifikat | meist 0 € |
| Technik pro Jahr | 70 bis 200 € |
Das ist der Teil, der planbar ist. Ein paar Euro im Monat, und die Grundlage steht. Der Posten, den die meisten unterschätzen, kommt jetzt.
Was Pflege wirklich heißt (und warum sie kein Luxus ist)
Eine Webseite ist keine Visitenkarte, die man einmal druckt und dann in die Schublade legt. Sie ist eher wie ein Firmenwagen. Sie läuft, aber sie braucht ab und zu Inspektion, sonst bleibt sie irgendwann liegen.
Rund 43 Prozent aller Webseiten laufen auf WordPress. Wenn Ihre auch dazugehört, kennen Sie die kleinen Update-Hinweise im Hintergrund. Die sind kein Selbstzweck. Jedes Update stopft Sicherheitslücken. Wird es nicht eingespielt, wird die Seite mit der Zeit angreifbar. Fast 40 Prozent der gehackten WordPress-Seiten liefen auf einer veralteten Version. Eine gehackte Handwerker-Seite ist selten reines Pech. Meistens ist sie die Folge von Updates, die monatelang liegen geblieben sind.
Zur Pflege gehört aber mehr als nur Updates.
Updates einspielen
System und Erweiterungen aktuell halten, damit keine Sicherheitslücken offen bleiben.
Backups sichern
Regelmäßige Sicherungen, damit im Ernstfall nichts verloren geht.
Erreichbarkeit prüfen
Kontrolle, ob die Seite läuft, schnell lädt und das Kontaktformular ankommt.
Inhalte pflegen
Neue Fotos, Preise und Referenzen einpflegen, damit die Seite lebt.
Der letzte Punkt, die Inhalte, ist der einzige, bei dem Sie selbst am meisten Einfluss haben. Neue Projektfotos, geänderte Öffnungszeiten, eine frische Referenz von der letzten Baustelle: Das hält Ihre Seite lebendig und zeigt Google, dass hier jemand aktiv ist. Wenn Sie eine Seite über Monate nicht anfassen, wirkt sie schnell verwaist. Woran man eine solche vernachlässigte Seite erkennt, habe ich in sechs Warnsignalen für eine veraltete Webseite zusammengetragen. Was ich rund um Erstellung und Pflege einer Webseite übernehme, sehen Sie auf meiner Leistungsübersicht.
Selbst pflegen oder die Wartung abgeben?
Damit sind wir bei der eigentlichen Entscheidung. Sie haben zwei Wege, und beide sind in Ordnung.
Sie können alles selbst übernehmen. Updates einspielen, ab und zu ein Backup ziehen, die Seite im Blick behalten. Das spart den Monatsbeitrag, kostet dafür aber Ihre Zeit und ein bisschen technisches Mitdenken. Für einen Handwerksmeister, der abends nach dem Kundendienst noch die Buchhaltung macht, ist genau das oft das Problem. Es ist nicht schwer, es bleibt nur liegen.
Oder Sie geben die Wartung ab. Ein Wartungsvertrag klingt erst mal nach Kleingedrucktem, ist aber nichts anderes als die Zusage, dass sich jemand kümmert. Sie zahlen einen überschaubaren Monatsbetrag und müssen an nichts mehr denken.
Selbst pflegen
- Spart den Monatsbeitrag
- Ihre Zeit für jedes Update
- Das Risiko tragen Sie selbst
- Bleibt im Alltag oft liegen
Pflege abgeben
- Fester Monatspreis, gut kalkulierbar
- Updates und Backups im Blick
- Sicherheit und Ladezeit im Griff
- Den Kopf frei für Ihren Betrieb
Genau für den zweiten Weg habe ich zwei feste Pakete. Beim Basis-Paket für 29 Euro im Monat halte ich Ihre Seite technisch aktuell, spiele Updates ein, sichere regelmäßig ein Backup und habe die Erreichbarkeit im Blick. Beim Pflege-Paket für 79 Euro im Monat kommt die inhaltliche Arbeit dazu. Neue Fotos, geänderte Preise, eine zusätzliche Referenz: Sie schicken mir Bescheid, ich setze es um.
Sie können das alles selbst machen, gar keine Frage. Wenn Sie den Kopf lieber frei haben, übernehme ich die Wartung zum Festpreis. Alle Pakete und was jeweils drinsteckt, finden Sie auf meiner Preisübersicht mit festen Wartungspaketen.
Worauf Sie bei der Wartung immer achten sollten
Egal ob Sie selbst pflegen oder die Wartung abgeben, eine Sache sollten Sie sich merken. Domain und Hosting müssen auf Ihren Namen laufen, mit Ihren eigenen Zugangsdaten. Ich erlebe immer wieder Betriebe, deren Seite technisch jemand anderem gehört. Wenn dann die Zusammenarbeit endet, ist die halbe Webseite plötzlich Geiselware.
Tipp
Lassen Sie Domain und Hosting immer auf Ihren eigenen Namen anlegen. So bleibt Ihre Webseite Ihre, egal wer sie pflegt.
So bleibt die Wartung das, was sie sein sollte. Eine kleine, planbare Position auf Ihrer Kostenliste, die dafür sorgt, dass Ihre Webseite Jahr für Jahr zuverlässig neue Anfragen bringt. Und keine böse Überraschung, wenn Sie sie am wenigsten gebrauchen können.
Wartung ist keine Nebensache, sondern Werterhalt
Die laufenden Kosten einer Webseite sind überschaubar, wenn man sie kennt. Die reine Technik kostet ein paar Euro im Monat. Der eigentliche Wert steckt in der Pflege: dass die Seite sicher bleibt, schnell lädt und aktuell ist. Wer das schleifen lässt, spart ein paar Stunden und riskiert dafür den ganzen ersten Eindruck.
Sie können jeden Posten selbst übernehmen, wenn Sie die Zeit und die Lust dazu haben. Wenn Sie den Kopf lieber für Ihre Baustellen frei haben, übernehme ich die Wartung zum Festpreis. So bleibt Ihre Webseite das, was sie sein soll: ein Werkzeug, das Anfragen bringt, statt eine Sorge mehr auf Ihrer Liste.
