Website Wartung Kosten: Was Ihre Webseite nach dem Livegang wirklich kostet

Was kostet meine Webseite eigentlich, wenn sie erst mal online ist? Diese Frage bekomme ich oft, meistens ein paar Wochen nach dem Livegang. Die kurze Antwort: Die reine Technik aus Domain, Hosting und Sicherheitszertifikat kostet die meisten Handwerker-Webseiten in Sachsen rund 70 bis 200 Euro im Jahr. Der größere Posten ist etwas anderes, nämlich die Pflege. Und die kostet Sie entweder Zeit oder einen festen Monatsbetrag.
Was die Erstellung einer Webseite kostet, habe ich an anderer Stelle ausführlich aufgeschlüsselt, in meinem Ratgeber Was kostet eine Webseite wirklich?. In diesem Artikel geht es um alles, was danach kommt. Also darum, was eine Webseite Monat für Monat und Jahr für Jahr braucht, damit sie sicher läuft und weiter Anfragen bringt.
Website Wartung Kosten: die zwei Rechnungen, die zusammengehören
Wenn wir über Website Wartung Kosten reden, vermischen viele zwei Dinge, die man besser getrennt betrachtet. Da ist zum einen die feste Technik. Die läuft im Hintergrund, ist gut kalkulierbar und ändert sich selten. Und da ist zum anderen die laufende Pflege. Die kostet mal mehr, mal weniger, je nachdem wie oft sich auf Ihrer Seite etwas tut.
Was kostet eine Webseite, wenn sie erst mal online ist?
Rechnen wir es an einem normalen Handwerksbetrieb durch. Domain, Hosting und Zertifikat schlagen mit etwa 12 Euro im Monat zu Buche, also rund 145 Euro im Jahr. Dazu kommt die Pflege. Übernehmen Sie die selbst, kostet sie Sie ein bis zwei Stunden monatlich. Geben Sie sie ab, sind es bei mir 29 oder 79 Euro im Monat, je nachdem ob ich nur die Technik betreue oder auch Ihre Inhalte.
Damit liegt eine gepflegte Firmenwebseite bei etwa 500 bis 1.100 Euro im Jahr, alles zusammengerechnet. Das ist ungefähr die Größenordnung, die ein Betrieb für ein paar Anzeigen im Amtsblatt ausgibt. Nur dass die Webseite jeden Tag arbeitet.
Warum Technik und Pflege nicht in einen Topf gehören
Die Technik ist ein Abo. Sie wird abgebucht, sie läuft, Sie merken nichts davon. Die Pflege ist Arbeit, und Arbeit schwankt. In einem Monat gibt es nur zwei Updates einzuspielen, im nächsten kommen drei Referenzfotos und eine Stellenanzeige dazu.
Das ist auch der Grund, warum die Antwort auf die Kostenfrage so oft danebenliegt. Wenn Ihnen jemand sagt, Ihre Webseite koste 12 Euro im Monat, meint er den Speicherplatz. Die Arbeit an der Seite steckt in dieser Zahl nicht drin. Schauen wir uns beide Rechnungen der Reihe nach an.
Was Domain, Hosting und SSL im Jahr kosten
Drei Posten müssen immer bezahlt werden, solange Ihre Seite online ist. Bei denen gibt es wenig Überraschungen, wenn Sie einmal wissen, worauf Sie achten müssen.
Was kostet eine .de-Domain im Jahr?
Zwischen 10 und 20 Euro, das ist bei deutschen Anbietern der übliche Rahmen. Die Domain ist Ihre Internetadresse, zum Beispiel ihr-betrieb.de.
Eine Sache dabei ist wichtiger, als sie klingt: Vergleichen Sie den Verlängerungspreis, nicht den Startpreis. Viele Anbieter locken mit einem Euro im ersten Jahr und rufen ab dem zweiten den regulären Tarif auf. Und noch wichtiger: Die Domain muss auf Ihren Namen registriert sein, mit Ihrer Adresse als Inhaber, und nicht auf den Ihres Dienstleisters.
Was kostet Hosting für eine Firmenwebseite?
Für einen normalen Handwerksbetrieb reicht solides Shared-Hosting. Der deutsche Markt liegt hier je nach Anbieter und Paket bei etwa 2 bis 15 Euro im Monat. Ein brauchbares Paket bekommen Sie ab rund 5 Euro. Wer Wert auf Tempo legt, zahlt eher 10 bis 15 Euro.
Bei diesem Posten sollten Sie nicht am letzten Euro sparen. Billiger, überfüllter Speicherplatz macht die Seite langsam, und eine langsame Seite verliert Besucher, bevor sie überhaupt etwas gelesen haben. Woran das im Einzelnen liegt und was Sie dagegen tun können, steht in meinem Ratgeber zur Ladezeit Ihrer Webseite.
Ist ein SSL-Zertifikat wirklich kostenlos?
In aller Regel ja. Das SSL-Zertifikat ist das kleine Schloss in der Adresszeile, das Ihre Seite als sicher ausweist. Bei fast allen Hostern in Deutschland ist ein Let’s-Encrypt-Zertifikat im Paket enthalten und verlängert sich von allein.
Sollte Ihnen jemand für eine normale Firmenwebseite ein Zertifikat gesondert in Rechnung stellen, lohnt eine kurze Rückfrage beim Hoster. Meistens liegt das kostenlose längst bereit und muss nur aktiviert werden.
Auf einen Blick
| Domain (.de) | 10 bis 20 € |
|---|---|
| Hosting | 60 bis 240 € |
| SSL-Zertifikat | meist 0 € |
| Technik pro Jahr | 70 bis 200 € |
Das ist der Teil, der planbar ist. Ein paar Euro im Monat, und die Grundlage steht. Der Posten, den die meisten unterschätzen, kommt jetzt.
Was zur Pflege einer Webseite gehört
Eine Webseite ist keine Visitenkarte, die man einmal druckt und dann in die Schublade legt. Sie ist eher wie ein Firmenwagen. Sie läuft, aber sie braucht ab und zu Inspektion, sonst bleibt sie irgendwann liegen.
Wie oft braucht eine Webseite Updates?
Etwa alle drei bis vier Monate steht ein größerer Versionssprung an, dazwischen kommen kleinere Sicherheitsupdates. Für 2026 stehen bei WordPress drei große Releases im Kalender, und auf WordPress laufen nach den Zahlen von W3Techs rund 41 Prozent aller Webseiten weltweit. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass auch Ihre dazugehört.
Für die Praxis heißt das: einmal im Monat draufschauen ist das Mindeste. Sicherheitsupdates gehören sofort eingespielt, nicht beim nächsten Mal. Der weit überwiegende Teil der bekannten Lücken sitzt übrigens in Erweiterungen und Designvorlagen, nicht im System selbst. Wer viele Zusatzfunktionen installiert hat, hat also mehr zu tun.
Was passiert, wenn die Wartung liegen bleibt?
Dann wird aus einem Werbemittel ein Risiko. Der Hacked-Website-Report der Sicherheitsfirma Sucuri kam für die Erhebung 2023 zu dem Ergebnis, dass bei rund 39 Prozent der infizierten Seiten die Software zum Zeitpunkt des Angriffs veraltet war. Eine gehackte Handwerker-Seite ist selten reines Pech. Meistens ist sie die Folge von Updates, die monatelang liegen geblieben sind.
Und das wird teuer. Für die Bereinigung einer befallenen Seite rufen deutsche Dienstleister je nach Schaden meist zwischen 150 und 500 Euro auf, bei größerem Befall mehr. Dazu kommen die Tage, an denen Ihre Seite offline ist oder Google eine Warnung davorschaltet. Zum Vergleich: Mein Basis-Paket kostet 29 Euro im Monat, also 348 Euro im Jahr. Ein einziger Zwischenfall frisst diesen Betrag komplett auf.
Welche Inhalte Sie regelmäßig aktualisieren sollten
Neue Projektfotos, geänderte Öffnungszeiten, eine frische Referenz von der letzten Baustelle, eine offene Stelle: Das hält Ihre Seite lebendig und zeigt Google, dass hier jemand aktiv ist. Wenn Sie eine Seite über Monate nicht anfassen, wirkt sie schnell verwaist.
Machen Sie sich daraus einen festen Termin. Viermal im Jahr, zwanzig Minuten: Fotos vom letzten Projekt hoch, Referenz ergänzen, Öffnungszeiten prüfen, fertig. Woran man eine vernachlässigte Seite von außen erkennt, habe ich in sechs Warnsignalen für eine veraltete Webseite zusammengetragen.
Updates einspielen
System und Erweiterungen aktuell halten, damit keine Sicherheitslücken offen bleiben.
Backups sichern
Regelmäßige Sicherungen, damit im Ernstfall nichts verloren geht.
Sicherungen prüfen
Kontrolle, ob das Backup wirklich läuft und sich zurückspielen lässt.
Inhalte pflegen
Neue Fotos, Preise und Referenzen einpflegen, damit die Seite lebt.
Website Wartung Kosten im Vergleich: selbst pflegen oder abgeben?
Damit sind wir bei der eigentlichen Entscheidung. Sie haben zwei Wege, und beide sind in Ordnung. Rechnen wir sie einmal gegeneinander.
Was kostet es, die Wartung selbst zu machen?
Auf dem Kontoauszug: nichts. In Ihrem Kalender: ein bis zwei Stunden im Monat. Updates einspielen, ab und zu ein Backup ziehen, prüfen ob das Kontaktformular noch ankommt, Fotos einpflegen.
Setzen Sie dafür ruhig Ihren eigenen Stundenverrechnungssatz an. Im Handwerk liegt der 2026 je nach Gewerk und Region bei etwa 50 bis 80 Euro. Bei anderthalb Stunden im Monat sind das rechnerisch rund 90 Euro, die nicht auf der Baustelle verdient werden. Für einen Handwerksmeister, der abends nach dem Kundendienst noch die Buchhaltung macht, ist genau das oft das Problem. Es ist nicht schwer, es bleibt nur liegen.
Was kostet ein Wartungsvertrag beim Webdesigner?
Am deutschen Markt bewegen sich Wartungspakete je nach Umfang in drei Größenordnungen. Kleine Seiten liegen meist zwischen 15 und 50 Euro im Monat, eine normale Firmenwebseite zwischen 40 und 150 Euro, Onlineshops mit zugesagter Reaktionszeit zwischen 100 und 300 Euro. Diese Spannen stammen aus deutschen Marktübersichten von 2026. Feste Preise gibt es hier nicht, weil jeder Anbieter seinen Leistungsumfang anders zuschneidet.
Ich habe zwei feste Pakete. Beim kleineren kümmere ich mich um die Technik, beim größeren zusätzlich um Ihre Inhalte. Neue Fotos, geänderte Preise, eine zusätzliche Referenz: Sie schicken mir Bescheid, ich setze es um. Günstiger als der Marktdurchschnitt kann ich anbieten, weil ich allein arbeite und keine Agenturstruktur mitfinanzieren muss.
Selbst pflegen
- Spart den Monatsbeitrag
- Kostet ein bis zwei Stunden im Monat
- Das Risiko tragen Sie selbst
- Bleibt im Alltag oft liegen
Pflege abgeben
- Fester Monatspreis ab 29 Euro
- Updates und Backups im Blick
- Sicherheit und Ladezeit im Griff
- Den Kopf frei für Ihren Betrieb
Feste Monatspreise, monatlich kündbar. Sie können jederzeit wechseln.
Basis
Sicher
29 € pro Monat
das sind 348 € im Jahr
- Regelmäßige Updates für Technik und Sicherheit
- Automatische Backups Ihrer Webseite
- Laufende Überwachung, dass alles erreichbar ist und funktioniert
- Meine Empfehlung
Pflege
Sicher und gepflegt
79 € pro Monat
das sind 948 € im Jahr
- Alles aus dem Basis-Paket
- Ich halte Ihre Inhalte aktuell. Sie schreiben mir kurz und ich pflege es ein.
- Ihre Wünsche setze ich bevorzugt um, meist in zwei Werktagen.
Sie können das alles selbst machen, gar keine Frage. Den größten Teil schafft jeder, der sich einmal eine Stunde damit hinsetzt. Wenn Sie den Kopf lieber für Ihre Baustellen frei haben oder Ihre Webseite in Sachsen einfach pflegen lassen wollen, übernehme ich das zum Festpreis. Wie sich das zur einmaligen Erstellung verhält, sehen Sie auf meiner Preisseite.
Worauf Sie bei der Webseiten-Pflege immer achten sollten
Egal ob Sie selbst pflegen oder die Wartung abgeben, zwei Dinge sollten Sie sich merken. Beide kosten nichts extra, beide ersparen Ihnen im Zweifel eine Menge Ärger.
Domain und Hosting müssen auf Ihren Namen laufen
Ich erlebe immer wieder Betriebe, deren Seite technisch jemand anderem gehört. Die Domain ist auf die Agentur registriert, der Hostingvertrag läuft über deren Konto, die Zugangsdaten hat nie jemand herausgegeben. Wenn dann die Zusammenarbeit endet, ist die halbe Webseite plötzlich Geiselware.
Bei mir laufen Domain und Hosting grundsätzlich auf Ihren Namen, mit Ihren eigenen Zugangsdaten. Ich pflege die Seite, gehören tut sie Ihnen. Das ist der einzige Stand, bei dem Sie jederzeit den Dienstleister wechseln können und Ihre Internetadresse behalten.
Tipp
Lassen Sie Domain und Hosting immer auf Ihren eigenen Namen anlegen. So bleibt Ihre Webseite Ihre, egal wer sie pflegt.
Woran Sie einen fairen Wartungsvertrag erkennen
Bevor Sie unterschreiben, gehen Sie diese fünf Punkte durch. Treffen alle fünf zu, ist das Angebot in Ordnung.
- Der Leistungsumfang steht schriftlich da. Sie lesen schwarz auf weiß, was jeden Monat passiert.
- Sie können monatlich aussteigen. Lange Bindungen braucht es bei reiner Wartung selten.
- Backups liegen an einem zweiten Ort und lassen sich nachweislich zurückspielen. Eine Sicherung, die noch nie getestet wurde, ist nur eine Hoffnung.
- Sie bekommen eine Rückmeldung, mindestens einmal im Jahr, was gemacht wurde.
- Domain und Hosting laufen auf Ihren Namen, mit den Zugangsdaten in Ihrer Hand.
So bleibt die Wartung das, was sie sein sollte. Eine kleine, planbare Position auf Ihrer Kostenliste, die dafür sorgt, dass Ihre Webseite Jahr für Jahr zuverlässig neue Anfragen bringt. Und keine böse Überraschung, wenn Sie sie am wenigsten gebrauchen können.
Wartung ist keine Nebensache, sondern Werterhalt
Die laufenden Kosten einer Webseite sind überschaubar, wenn man sie kennt. Die reine Technik kostet ein paar Euro im Monat. Der eigentliche Wert steckt in der Pflege: dass die Seite sicher bleibt, schnell lädt und aktuell ist. Wer das schleifen lässt, spart ein paar Stunden und riskiert dafür den ganzen ersten Eindruck.
Sie können jeden Posten selbst übernehmen, wenn Sie die Zeit und die Lust dazu haben. Wenn Sie den Kopf lieber für Ihre Baustellen frei haben, übernehme ich die Wartung zum Festpreis. So bleibt Ihre Webseite das, was sie sein soll: ein Werkzeug, das Anfragen bringt, statt eine Sorge mehr auf Ihrer Liste.
