Ihre Platzierung bei Google bleibt bei einem Relaunch am besten erhalten, wenn jede alte Adresse per 301-Weiterleitung auf die passende neue zeigt, alle Testsperren am Livegang fallen und Sie danach in der Search Console mitlesen. Schwankungen danach sind normal, das schreibt Google selbst.
„Bei jeder größeren Änderung an einer Website kann es zu Schwankungen im Ranking kommen, während Google die Seite neu durchsucht und neu in den Index aufnimmt.“ Google Search Central, Anleitung zum Umzug einer Website (frei übersetzt)
Was Ihre Sichtbarkeit wirklich gefährdet, hat Google ebenfalls aufgelistet, und es sind überschaubar viele Punkte.
Diese Checkliste ist für Sie gedacht, wenn Sie einen Relaunch planen, gerade einen beauftragt haben oder Ihrem Webdesigner die richtigen Fragen stellen wollen. Programmieren müssen Sie dafür nichts. Wissen müssen Sie nur, was geprüft werden muss und woran Sie erkennen, dass es geklappt hat.
Was der Website-Relaunch mit Ihrem Google-Ranking macht
Beim Umzug Ihrer Seite löscht sich die Platzierung nicht von selbst. Entscheidend ist, wie gut der Umzug vorbereitet ist.
Was bedeutet Relaunch für Google?
Bei einem Relaunch bekommt Ihre bestehende Firmenwebsite ein neues Design, eine neue Struktur und meist neue Technik im Hintergrund, während Betrieb und Domain dieselben bleiben. Für Google ist das mehr als Kosmetik, denn Google kennt Ihre Seiten unter ihren Adressen. Ändert sich eine Adresse, muss Google lernen, dass die Seite jetzt woanders steht.
Bleiben alle Adressen gleich, entfällt dieser Teil. Googles Anleitung zum Umzug betrifft ausdrücklich Änderungen der Adressen. Ob bei Ihnen ein Relaunch überhaupt fällig ist, erkennen Sie an den Anzeichen im Ratgeber Webseite veraltet? 6 Warnsignale. Hier geht es um das Wie.
Wie lange schwankt das Ranking nach dem Relaunch?
Es schwankt vorübergehend, und eine feste Dauer gibt es nicht. Google nennt als Faustregel, dass bei kleinen bis mittleren Websites ein paar Wochen vergehen, bis die meisten Seiten umgezogen sind, bei großen Seiten länger. Wie schnell es geht, hängt von der Zahl der Adressen und von der Geschwindigkeit Ihres Servers ab. Der Umzug läuft Adresse für Adresse, nicht auf einen Schlag.
Mit der Zeit pendeln sich die Platzierungen laut Google ein. Wer nach drei Tagen in Panik gerät, ändert womöglich etwas, das gar nicht kaputt war.
Welche Fehler kosten beim Umzug die meiste Sichtbarkeit?
Google führt in seiner Umzugsanleitung fünf typische Fehler auf. Vier davon können jede kleine Firmenseite treffen. Der fünfte, zu wenig Serverleistung für den verstärkten Google-Besuch nach dem Umzug, spielt bei kleinen Seiten nach meiner Einschätzung selten eine Rolle.
Die Testsperre bleibt drin. Viele sperren die neue Seite während der Entwicklung für Google, mit einer noindex-Angabe (eine Anweisung im Seitencode: bitte nicht in die Suche aufnehmen) oder über die robots.txt (eine Datei, die Google sagt, welche Bereiche es nicht besuchen soll). Bleibt die Sperre nach dem Livegang aktiv, nimmt Google die neue Seite nicht auf. Die Auflösung ist ein fester Punkt am Livegang, siehe Checkliste weiter unten.
Die Weiterleitung zeigt ins Leere. Häufig sieht Google nach eigener Aussage Weiterleitungen auf falsche, gar nicht vorhandene Adressen der neuen Seite. Unspektakulär ist die Auflösung: Jede Weiterleitung einmal anklicken.
Alles landet auf der Startseite. Wer viele alte Adressen auf ein einziges, unpassendes Ziel wie die Startseite umleitet, verwirrt Besucher, und Google kann das als Fehlerseite werten. Jede alte Seite braucht ihr passendes Gegenstück.
Die alte Sitemap bleibt. Die Sitemap ist die Liste aller Ihrer Seiten, die Sie Google übergeben. Steht dort noch der alte Stand, lernt Google die neuen Adressen langsamer kennen.
Umzug falsch
- Viele alte Adressen leiten auf die Startseite
- Die Weiterleitung zeigt auf eine nicht vorhandene Adresse
- Die Testsperre bleibt aktiv
Umzug richtig
- Jede alte Adresse zeigt auf die passende neue
- Jede Weiterleitung wurde einmal angeklickt
- Die Testsperre ist am Livegang entfernt
Die Website-Relaunch Checkliste für vor, am und nach dem Livegang
Der Livegang ist der Tag, an dem die neue Seite die alte ersetzt. Die Liste hat drei Blöcke: Vorbereitung, Umschalten, Kontrolle.
1 Vor dem Livegang
- Ausgangswerte festhalten Klicks, Impressionen und durchschnittliche Position der letzten Wochen aus der Search Console notieren.
- Alle bisherigen Adressen auflisten Aus Sitemap, Besucherstatistik und Search Console, die wichtigsten Seiten zuerst.
- Für jede alte Adresse das Ziel festlegen Jede alte Seite bekommt ihr passendes Gegenstück, nicht pauschal die Startseite.
- Bilder und Downloads mitnehmen Auch Bilder und PDF-Dateien haben Adressen, die beim Umzug mitwandern müssen.
- Bestätigung und Analytics-Code übernehmen Die Bestätigungsdatei oder der Code der Search Console muss auf der neuen Seite wieder da sein.
- Neue Seite auf einer Testadresse prüfen Und notieren, wo noindex oder eine robots.txt-Sperre steht.
2 Am Tag des Livegangs
- Testsperren entfernen noindex und die robots.txt-Sperre der Testversion müssen weg.
- 301-Weiterleitungen einschalten und testen Jede Weiterleitung einmal anklicken und direkt zum Ziel führen, ohne Umwege über mehrere Stationen.
- Hauptadresse prüfen lassen Jede neue Seite meldet ihre eigene Adresse als Hauptadresse (Canonical).
- Neue Sitemap einreichen In der Search Console die neue Sitemap einreichen, die alte danach entfernen.
3 Nach dem Livegang
- Alte Adressen per Stichprobe anklicken Jede landet auf der passenden neuen Seite.
- Sitemaps-Bericht ansehen In der Search Console prüfen, ob Google die neue Sitemap verarbeitet hat.
- Werte mit dem Ausgangsstand vergleichen Klicks, Impressionen und Position beobachten, Schwankungen in den ersten Wochen sind normal.
- Nicht-gefunden-Fehler prüfen Im Bericht zur Seitenindexierung, viele davon deuten auf Weiterleitungen ins Leere.
- Weiterleitungen stehen lassen Mindestens ein Jahr, weil Google in dieser Zeit die Signale auf die neuen Adressen überträgt.
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Vor dem Livegang stehen Bestandsliste, Weiterleitungsliste und Testadresse
Vor dem Livegang legen Sie, oder Ihr Webdesigner, eine Liste aller bisherigen Adressen an und bestimmen für jede das Ziel. Google empfiehlt, mit den wichtigsten zu beginnen. Sie finden sie in Ihrer Sitemap, in den Besucherzahlen Ihrer Statistik und in der Search Console unter den Seiten, die verlinkt werden. Auch Ihr Redaktionssystem kann eine Liste aller Seiten ausgeben.
Meine eigene Seite habe ich am 28.06.2026 von WordPress auf Astro umgestellt, die alten Adressen leiten seitdem per 301 weiter. Vor dem großen Umbau habe ich die alte Live-Seite komplett gesichert, das waren 307 Dateien. Danach habe ich alle 70 Adressen der Sitemap abgerufen. Alle lieferten den Status 200, die Seite war also erreichbar, und keine Adresse der alten Seite fehlte.
Ausgangswerte festhalten. Notieren Sie aus der Search Console Klicks, Impressionen und durchschnittliche Position der letzten Wochen. Ohne diese Zahlen wissen Sie nach dem Relaunch nicht, ob ein Wert gefallen ist oder schon immer so stand.
Bilder und Downloads nicht vergessen. Auch Bilder und PDF-Dateien haben Adressen, und beide können Besucher von Google bringen. Ausdrücklich zählt Google sie zu den Adressen, die beim Umzug mitwandern müssen.
Die Bestätigung der Search Console mitnehmen. Haben Sie Ihre Seite dort per Datei oder per Code im Seitenkopf bestätigt, muss diese Datei oder dieser Code auf der neuen Seite wieder da sein, sonst gilt die Bestätigung womöglich nicht mehr. Das Gleiche gilt für den Analytics-Code, falls Sie die Besucherstatistik nutzen.
Die neue Seite auf einer Testadresse prüfen. Vor dem Start verlangt Google einen gründlichen Test der neuen Seite. Notieren Sie sich außerdem, wo auf der Testversion noindex oder eine robots.txt-Sperre steht, denn genau diese Stellen müssen am Livegang wieder weg.
Am Tag des Livegangs fallen die Sperren, die Weiterleitungen gehen an, die Sitemap kommt rein
Am Livegang bietet sich nach meiner Einschätzung eine feste Reihenfolge an: erst die Testsperren entfernen, dann die Weiterleitungen einschalten, zuletzt die neue Sitemap an Google schicken. Die Reihenfolge ist sinnvoll, weil jeder Schritt auf dem vorigen aufbaut. Eine eingeschaltete Weiterleitung auf eine noch gesperrte Seite bringt nichts.
Prüfen lassen Sie außerdem, dass jede neue Seite ihre eigene Adresse als Hauptadresse meldet. Der Fachbegriff dafür ist Canonical, eine Angabe im Seitencode, unter welcher Adresse eine Seite die maßgebliche Fassung ist. Darum kümmert sich Ihr Webdesigner, Sie müssen nur danach fragen.
Zum Testen nutzen Sie stichprobenartig das Werkzeug zur URL-Prüfung in der Search Console. Bei vielen Adressen prüft man mit einem Skript. In der Search Console reichen Sie die neue Sitemap ein. Die alte können Sie danach entfernen, denn Google nutzt künftig die neue.
Bleibt Ihre Domain gleich, brauchen Sie die Adressänderung in der Search Console nicht. Vorgesehen ist sie laut Google nur, wenn eine Domain oder Subdomain wechselt, nicht bei Änderungen der Pfade innerhalb derselben Domain.
Woran erkenne ich nach dem Livegang, dass alles geklappt hat?
Sie erkennen es an drei Dingen. Erstens führen alte Adressen auf die passenden neuen Seiten. Zweitens steigt im Sitemaps-Bericht die Zahl der aufgenommenen Seiten. Drittens bleibt die Zahl der Nicht-gefunden-Fehler niedrig.
Klicken Sie am Livegang zehn bis zwanzig alte Adressen an, vor allem die Seiten mit den meisten Besuchern. Der Sitemaps-Bericht zeigt Ihnen, wie viele der eingereichten Adressen Google aufgenommen hat. Anfangs sind es wenige, mit der Zeit steigt die Zahl. Zeigt die Search Console bei der alten Sitemap Warnungen zu Weiterleitungen an, ist das nach Googles Aussage normal, Sie ziehen ja gerade um.
Als Kontrolltermine empfehle ich, nach meiner Einschätzung, den Tag des Livegangs, eine Woche später und vier Wochen später. Zu jedem Termin gehören dieselben drei Blicke: Stichprobe, Sitemaps-Bericht, Klicks und Impressionen.
301-Weiterleitungen und Adressen in Alltagssprache
Was ist eine 301-Weiterleitung, und warum ist sie so wichtig?
Eine 301-Weiterleitung ist ein dauerhafter Umzugsauftrag: Ruft jemand die alte Adresse auf, schickt ihn der Server automatisch zur neuen. Jede alte Adresse zeigt auf die passende neue. So kommen Besucher ohne Umweg an, und Google erfährt, dass die Seite dauerhaft umgezogen ist.
Ein Beispiel: Ein Besucher tippt meinbetrieb.de/leistungen.html ein, die alte Adresse. Die Weiterleitung mit der Nummer 301 schickt ihn zu meinbetrieb.de/leistungen/, der neuen Adresse. Google folgt demselben Weg und merkt sich die neue Adresse. Zwischen der alten und der neuen Adresse passiert für den Besucher nichts, er sieht nur die neue Seite.
Ein Besucher ruft die alte Adresse meinbetrieb.de/leistungen.html auf und landet über eine 301-Weiterleitung auf der neuen Adresse meinbetrieb.de/leistungen/. Google folgt demselben Weg und merkt sich die neue Adresse.
Für Umzüge empfiehlt Google dauerhafte Weiterleitungen, die auf dem Server laufen. Die Typen heißen 301 und 308. Daneben gibt es vorübergehende Weiterleitungen, etwa 302, die für einen Umzug nicht gedacht sind. Dauerhafte Weiterleitungen kosten laut Google keine Linkkraft, also nichts von dem, was Verlinkungen auf Ihre Seite für Google wert sind.
Zwei Regeln sollten Sie kennen. Erstens sollen Weiterleitungen nicht hintereinanderhängen. Geht die alte Adresse über eine zweite auf eine dritte, ist das eine Kette. Bis zu zehn Stationen folgt Google, rät aber zum direkten Weg, im Idealfall höchstens drei und in jedem Fall weniger als fünf Stationen. Zweitens bleiben Weiterleitungen lange stehen, mindestens ein Jahr. Geht Ihre neue Seite am 1. März live, müssen die Weiterleitungen mindestens bis zum 1. März des Folgejahres laufen, weil Google in dieser Zeit alle Signale auf die neuen Adressen überträgt.
Welche Weiterleitungen sind wichtig? Die Umzugsliste
Wichtig sind alle Adressen, die Besucher oder Google kennen, die wichtigsten zuerst: die Seiten aus der Sitemap, die mit den meisten Besuchern und die, auf die andere Seiten verlinken. Dazu gehören auch Bilder und PDF-Dateien.
Nehmen wir einen Dachdeckerbetrieb aus Freital, dessen alte Seite aus 20 Unterseiten besteht. Die Umzugsliste enthält 20 Zeilen, dazu die wichtigsten Bilder. Auszug:
| /dachdecker.html | /leistungen/dachdecker/ |
|---|---|
| /kontakt.php | /kontakt/ |
| /referenz-2019.html | /referenzen/ |
| /referenz-2021.html | /referenzen/ |
| /aktion-winter.html | entfällt, 404 oder 410 |
Drei Regeln stecken in dieser Tabelle. Eine Seite, die es weiter gibt, bekommt ihre passende neue Adresse. Wurden mehrere Seiten zu einer zusammengeführt, dürfen alle alten Adressen auf diese eine neue zeigen. Und wenn ein Inhalt wirklich wegfällt, ohne dass es ein passendes Gegenstück gibt, soll die alte Adresse einen Fehler 404 oder 410 melden, statt auf die Startseite zu führen.
Sollen die Seitenadressen beim Relaunch gleich bleiben?
Wenn eine Adresse gut läuft und es keinen Grund gibt, sie zu ändern, lassen Sie sie stehen. Das ist meine Einschätzung, und sie folgt aus der Logik des Umzugs: Jede geänderte Adresse ist ein Umzug, der geplant, eingerichtet und kontrolliert werden muss.
Google rät außerdem, immer nur eine Sache auf einmal zu ändern. Das Beispiel stammt aus Googles Anleitung: erst die Domain wechseln, danach das Design. Bei einer kleinen Firmenseite lässt sich das nicht immer trennen. Für kleine und mittlere Seiten empfiehlt Google ausdrücklich, alle Adressen gleichzeitig umzuziehen, damit Besucher die Seite in ihrer neuen Form erleben und Google den Umzug schneller erkennt.
SEO beim Website-Relaunch mit der Search Console als Radar
Die Search Console ist das kostenlose Werkzeug von Google, das Ihnen zeigt, wie Ihre Seite in der Suche abschneidet. Für einen Umzug nennt Google sie „Ihren Freund“, weil Sie dort Fehler früher sehen als bei Ihren Kunden.
Welche Werte sind beim Relaunch wichtig?
Drei Werte genügen. Klicks zeigen, wie oft jemand aus den Google-Ergebnissen auf Ihre Seite geklickt hat. Wie oft Ihre Seite in den Ergebnissen aufgetaucht ist, sagen die Impressionen. Die durchschnittliche Position ist der Mittelwert der jeweils besten Platzierung Ihrer Seite.
Vergleichen Sie jeweils mehrere Wochen vor dem Livegang mit mehreren Wochen danach, nicht einzelne Tage. Ein kurzes Schwanken ist erwartbar.
Wann ist ein Einbruch bei den Google-Klicks ein Alarmsignal?
Er ist ein Alarmsignal, wenn Klicks und Impressionen über die von Google genannten paar Wochen hinaus deutlich unten bleiben oder wenn die Berichte auffällige Fehler melden. Sinken die Werte nur kurz, ist das der Umzug.
Google nennt konkrete Signale. Zeigt die Search Console ungewöhnlich viele Nicht-gefunden-Fehler, deutet das auf Weiterleitungen ins Leere hin. Springt die Zahl anderer Fehler im Bericht zur Seitenindexierung nach dem Livegang an, lohnt sich ein genauer Blick. Fehlt eine einzelne Seite bei Google, prüfen Sie sie mit dem Werkzeug zur URL-Prüfung. Danach gehen Sie die Fehlerliste vom Anfang durch: Testsperre, falsche Weiterleitung, alles auf der Startseite, alte Sitemap.
Wie lange dauert ein Website-Relaunch? Zeitplan und bester Termin
Planen Sie zwei Zeiträume ein. Der erste ist die Zeit bis zur neuen Seite, der zweite die Wochen, in denen Google umzieht.
Wie lange sollte ich den Relaunch planen?
Bei mir vergehen vom ersten Gespräch bis zur neuen Seite in der Regel 4 bis 6 Wochen. Ihr eigener Aufwand liegt dabei bei zwei bis drei Stunden. Die Bestandsaufnahme mit der Weiterleitungsliste steht am Anfang, noch vor der Umsetzung. Danach kommen die Wochen, in denen Google die Adressen umstellt, bei kleinen bis mittleren Seiten nach Googles Faustregel ein paar Wochen. Was bis zur fertigen Seite geschieht, steht im Ratgeber Wie lange dauert es, eine Webseite zu erstellen?.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Livegang?
Google rät, den Umzug in eine ruhige Zeit zu legen, wenn Ihre Besucherzahlen saisonal oder an bestimmten Wochentagen sinken. Dann trifft ein Fehler weniger Menschen, und Ihr Server kann sich stärker auf Googles Besuch konzentrieren. Schauen Sie in Ihre Anfragen des letzten Jahres: In welchen Wochen war am wenigsten los? Dort liegt Ihr Fenster.
Was Sie in den Wochen nach dem Livegang tun und lassen sollten
Halten Sie die drei Kontrolltermine ein, vergleichen Sie die Zahlen mit Ihren Ausgangswerten und geben Sie Auffälligkeiten sofort weiter. Stellen Sie nicht nebenbei Domain, Logo und alle Texte gleichzeitig um, denn Google rät zu einer Änderung nach der anderen. Schalten Sie die Weiterleitungen nicht nach ein paar Monaten ab, nur weil es ruhig geworden ist. Und greifen Sie nicht bei jedem Ausschlag ein, denn ein Teil der Schwankung ist der Umzug selbst.
Relaunch selbst prüfen oder abgeben?
Diese Fragen stellen Sie Ihrem Webdesigner vor dem Relaunch
Schicken Sie Ihrem Webdesigner vor dem Start diese Fragen und lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben. Ein Wortlaut zum Abschreiben:
„Bitte bestätigen Sie mir zum Relaunch schriftlich: Erstellen Sie vor dem Livegang eine Liste aller bisherigen Adressen mit der jeweils neuen Adresse, und bekomme ich diese Liste? Wird jede alte Adresse per 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite geleitet und nicht pauschal auf die Startseite? Wer entfernt am Livegang die Testsperren (noindex, robots.txt), und wer reicht die neue Sitemap in der Search Console ein? Bleiben die Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen? Wer prüft nach dem Livegang, ob die Weiterleitungen funktionieren und Google die neuen Seiten aufnimmt, und wann?“
Kann Ihr Webdesigner auf mehrere dieser Fragen keine klare Antwort geben, ist das ein Warnzeichen, das Sie vor dem Livegang sehen wollen und nicht danach. Wechseln Sie dabei auch den Dienstleister, sichern Sie zuerst Domain und Zugänge. Wie das geht, steht im Ratgeber Webdesigner wechseln: Domain und Daten sichern.
Wann der Website-Relaunch in fachkundige Hände gehört
Selbst erledigen können Sie die Bestandsliste aus Sitemap und Statistik, die Ausgangswerte, die Stichproben am Livegang und den Blick in die Search Console. Ein Fachmann wird gebraucht, sobald es auf den Server geht: Weiterleitungsregeln einrichten (bei einem Apache-Server stehen sie oft in der .htaccess-Datei), Sperren entfernen, Sitemap und Canonical-Angaben prüfen, nach dem Start kontrollieren.
Das mache ich für Handwerks- und Mittelstandsbetriebe. Bei einem Kunden-Umzug liste ich alle bestehenden Seiten und Adressen auf und lege fest, welche neue Adresse jede bekommt. Für jede alte Adresse richte ich eine 301-Weiterleitung ein. Nach dem Start prüfe ich, ob alle Weiterleitungen funktionieren und ob Google die neuen Seiten findet, und behebe, was auffällt. Ihre Domain und Ihre E-Mail-Adressen bleiben dabei, wie sie sind. Eine Garantie für bestimmte Platzierungen kann ich nicht geben, das kann seriös niemand.
Suchen Sie eine Agentur für Ihren Website-Relaunch, finden Sie dort den Preis als Festpreis ab 2.000 € und den Ablauf im Einzelnen. Die Liste funktioniert auch mit jedem anderen Dienstleister.
Erst die Liste, dann der Livegang
Ein vorbereiteter Relaunch gibt Google alles mit, was es für den Umzug braucht. Jede alte Adresse bekommt ihre passende neue, die Testsperren fallen am Livegang, die Sitemap wird ausgetauscht, und Sie lesen danach in der Search Console mit. Schwankungen in den ersten Wochen gehören dazu. Erst wenn die Zahlen danach unten bleiben oder die Berichte Fehler melden, müssen Sie handeln.
Fangen Sie heute mit der Bestandsliste an und notieren Sie die drei Ausgangswerte aus der Search Console. Dafür brauchen Sie keinen Fachmann, und beides braucht jeder Relaunch, egal wer ihn durchführt. Für den Rest nehmen Sie die fünf Fragen an Ihren Webdesigner mit, oder Sie geben den Umzug gleich ab.

