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Webseite richtig aufbauen

Wie lange dauert es, eine Webseite erstellen zu lassen?

Dirk Meißner Dirk Meißner 9 Min. Lesezeit
Betriebsinhaber plant an einer Wandübersicht die einzelnen Etappen für seine neue Firmen-Webseite.

Eine einfache Firmenwebseite ist in zwei bis vier Wochen online, ein größeres Projekt braucht sechs bis zwölf. Der Unterschied entsteht dabei selten durch die Technik.

Jetzt die unbequeme These: Der häufigste Grund dafür, dass sich eine Webseite über Monate zieht, sitzt nicht beim Webdesigner. Er sitzt im Betrieb. Ich sage das ohne Vorwurf, denn es ist völlig nachvollziehbar. Wer den ganzen Tag auf der Baustelle steht, setzt sich abends um acht ungern hin, um Texte über die eigene Firma zu schreiben. Genau da bleiben Projekte liegen, manchmal wochenlang.

Damit Sie einschätzen können, worauf Sie sich einlassen, gehe ich hier der Reihe nach durch: welche Zeitrahmen realistisch sind, was in diesen Wochen tatsächlich passiert, und an welchen Stellen es am häufigsten hakt.

Wie lange dauert es, eine Webseite zu erstellen?

Es gibt keine Pauschalantwort, weil eine Seite mit fünf Unterseiten etwas anderes ist als ein Auftritt mit Standortseiten, Karrierebereich und Kundenportal. Die folgenden Spannen decken sich mit dem, was in der Branche üblich ist und was ich selbst erlebe.

Wie lange dauert eine Webseite?

Reine Umsetzungszeit ab dem Moment, in dem die Inhalte vollständig vorliegen.

  • Einfache Firmenseite 2 bis 4 Wochen
  • Mehrere Unterseiten 3 bis 6 Wochen
  • Individuelle Seite 6 bis 12 Wochen

Wichtig ist die Fußnote unter der Grafik. Diese Wochen beginnen erst, wenn die Inhalte da sind. Was viele als Projektdauer erleben, ist die Summe aus Umsetzungszeit und Wartezeit, und die zweite ist meistens die längere.

Wie lange dauert eine einfache Firmenseite?

Zwei bis vier Wochen, wenn Texte und Fotos vorliegen. Gemeint ist damit eine Startseite, drei bis fünf Unterseiten für Ihre Leistungen, eine Seite über den Betrieb, eine Kontaktseite mit Formular sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Für die allermeisten Handwerksbetriebe und kleinen Firmen in Sachsen ist das genau die richtige Größe.

In diesen Wochen steckt alles drin: das Gespräch über Ziele und Struktur, die Gestaltung, das Einpflegen der Inhalte, die Prüfung auf Handy und Tablet, eine Korrekturrunde und der Livegang. Was nicht darin steckt, ist die Zeit, die Sie brauchen, um Ihre Inhalte zusammenzusuchen.

Wie lange dauert eine Seite mit mehreren Unterseiten?

Drei bis sechs Wochen. Das ist die mittlere Zeile der Grafik und der Fall, der mir am häufigsten begegnet. Gemeint ist eine Seite, die über die Standardstruktur hinausgeht: sechs bis zehn Leistungsseiten statt drei, dazu zwei Standortseiten und eine Referenzgalerie mit eigenen Fotos.

Der Aufschlag gegenüber der einfachen Firmenseite entsteht dabei kaum durch die Gestaltung, die steht ja bereits. Er entsteht dadurch, dass jede zusätzliche Seite eigene Texte braucht und eine eigene Freigabe. Zehn Leistungsseiten bedeuten zehnmal die Frage an Sie, ob das so stimmt.

Wann die Dauer auf sechs bis zwölf Wochen steigt

Sobald zu den Leistungsseiten weitere Bausteine kommen, wächst die Zeit. Ein eigener Bereich je Standort, ein Karriereteil mit Stellenangeboten, ein Kundenbereich mit Anmeldung, ein Shop oder eine Verbindung zu Ihrer Warenwirtschaft. Jeder dieser Bausteine bringt eigene Inhalte mit, eigene Abstimmungen und eine eigene Prüfrunde.

Nach oben ist die Spanne offen. Ein Auftritt mit Shop und Warenwirtschaft kann ein halbes Jahr dauern, und daran ist nichts falsch, solange es vorher jemand ausspricht. Für den typischen Handwerksbetrieb und den typischen Mittelständler bleiben aber die ersten beiden Zeilen der Grafik der Maßstab.

Warum dauert es bei der einen Agentur vier Wochen und bei der anderen ein halbes Jahr?

Weil beide etwas völlig anderes meinen, wenn sie von Projektdauer sprechen. Der eine rechnet ab dem Tag, an dem die Inhalte komplett auf seinem Tisch liegen. Der andere rechnet ab Ihrer Unterschrift und hat die Wartezeit auf Ihre Fotos mit eingerechnet. Beide Angaben können stimmen und trotzdem um Wochen auseinanderliegen.

Dazu kommt die Auslastung. Wer gut gebucht ist, setzt Ihr Projekt in eine Warteschlange, und die zählt für Sie als Wartezeit mit, obwohl noch niemand daran arbeitet. Und es macht einen Unterschied, ob eine fertige Vorlage mit Ihrem Logo und Ihren Farben bestückt wird oder ob die Seite aus Ihren Inhalten heraus entsteht.

Deshalb wäre ich vorsichtig, wenn Ihnen jemand ein festes Datum nennt, bevor er weiß, wie viele Unterseiten Sie brauchen und ob Texte vorhanden sind. Genauso vorsichtig wäre ich in die andere Richtung. Wenn eine überschaubare Handwerkerseite mit fünf Unterseiten plötzlich vier Monate dauern soll, stimmt entweder der Umfang nicht oder Sie stehen weit hinten in der Schlange. Ein belastbarer Zeitplan nennt Phasen statt eines einzelnen Datums und sagt klar dazu, ab wann die Uhr läuft.

So läuft es ab, wenn Sie eine Webseite erstellen lassen

Der Ablauf

Von der Zusage bis zum Livegang
  1. Woche 1

    Klären

    Ziele, Zielgruppe und Umfang festlegen, Struktur der Seite abstimmen.

  2. Woche 2

    Inhalte

    Texte entstehen, Fotos werden ausgewählt und aufbereitet.

  3. Woche 3

    Umsetzen

    Die Seite wird erstellt und auf Handy, Tablet und Rechner geprüft.

  4. Woche 4

    Live gehen

    Korrekturen einarbeiten, Technik prüfen, dann schalte ich frei.

Der Ablauf in Woche eins und zwei

In Woche eins wird geredet, und das ist gut investierte Zeit. Ich kläre mit Ihnen, wen Sie erreichen wollen, welche Leistung Ihnen am meisten Geld bringt und welche Seiten es dafür überhaupt braucht. Wenn das sauber steht, spart es später zwei Korrekturrunden. Wer diese Phase abkürzt, zahlt es hinten wieder drauf.

Woche zwei ist die Phase, in der Projekte kippen. Hier entstehen die Texte, hier werden Fotos ausgesucht, zugeschnitten und für die Ladezeit aufbereitet. Alles, was in dieser Woche fehlt, verschiebt den Rest des Projekts eins zu eins nach hinten.

Wie lange Umsetzung und Korrekturen dauern

Woche drei ist reine Handwerksarbeit und gut planbar. Die Seite entsteht, wird auf Handy, Tablet und Rechner geprüft, Ladezeiten und Technik werden eingestellt. Hier gibt es selten Überraschungen, weil sich an den Inhalten nichts mehr ändert.

In Woche vier geht es um die Details, die im Alltag gern untergehen: letzte Korrekturen, Impressum und Datenschutzerklärung, die Weiterleitungen von den alten Adressen auf die neuen. Der letzte Punkt ist wichtiger, als er klingt. Wer ihn vergisst, verliert die Google-Platzierungen, die er sich über Jahre erarbeitet hat.

Wie lange dauert der Livegang selbst?

Etwa eine Stunde. Die Dateien gehen auf den Server, die Domain zeigt auf das neue Ziel, die Verschlüsselung wird geprüft, die Weiterleitungen werden einzeln durchgeklickt. Bis die Umstellung überall im Netz angekommen ist, vergehen danach noch ein paar Stunden.

Anschließend bleibt die Seite ein bis zwei Wochen unter Beobachtung. Ich schaue, ob Google die neuen Adressen sauber aufnimmt und ob das Kontaktformular zuverlässig ankommt. Das gehört zum Livegang dazu und steht in keinem Zeitplan.

Der größte Zeitfresser sind Texte, Fotos und Freigaben

Elf Wochen für vier Absätze über die Firmengeschichte

Nehmen wir eine Tischlerei aus Freiberg. Zusage im Januar, Livegang war für Ende Februar geplant. Tatsächlich ging die Seite Anfang Mai online. Die Technik war nach drei Wochen fertig. Was elf Wochen gedauert hat, waren vier Absätze über die Firmengeschichte und ein Termin für Fotos in der Werkstatt.

So läuft es in vielen Betrieben, und es ist niemandem vorzuwerfen. Es passiert immer dann, wenn vorher niemand darüber spricht. Deshalb rede ich zu Beginn jedes Projekts genau darüber, und zwar bevor der erste Strich gezeichnet ist.

Woran der Projektablauf im Handwerksbetrieb am häufigsten hakt

Die vier häufigsten Verzögerungen
  • Texte fehlen

    Der häufigste Grund. Ohne Inhalte bleibt jedes Layout ein Platzhalter.

  • Fotos fehlen

    Gute Bilder brauchen einen Termin, und der wird gern verschoben.

  • Späte Freigaben

    Jede Rückmeldung, die zwei Wochen liegt, verlängert das Projekt um zwei Wochen.

  • Wechselnde Wünsche

    Neue Ideen mitten im Projekt kosten jedes Mal eine Runde.

Die fehlenden Texte stehen aus einem einfachen Grund an erster Stelle: Ohne sie lässt sich eine Seite nicht abschließen. Ein Layout mit Platzhaltertext sieht immer irgendwie fertig aus, ist es aber nicht, weil echte Sätze anders lang sind und anders umbrechen. Wie Sie Texte schreiben, die Ihre Kunden auch verstehen, habe ich im Ratgeber Texte für die Firmenwebseite Schritt für Schritt aufgeschrieben.

Bei den Fotos ist es der Termin, der immer wieder rutscht. Dabei reichen zwei Stunden im Betrieb meistens für ein ganzes Jahr, wenn jemand mitdenkt und Werkstatt, Team, Fuhrpark und zwei fertige Arbeiten in einem Durchgang aufnimmt.

Der letzte Punkt trifft fast jedes Projekt einmal. Mitten in Woche drei fällt jemandem ein, dass ein Bereich für Stellenangebote doch schön wäre. Das ist völlig in Ordnung, kostet aber jedes Mal eine zusätzliche Abstimmungs- und Korrekturrunde. Sammeln Sie solche Ideen lieber und setzen Sie sie nach dem Livegang um.

Warum jede späte Freigabe doppelt kostet

Eine Rückmeldung, die zwei Wochen liegen bleibt, verlängert das Projekt um mehr als zwei Wochen. Der Grund ist banal: Ich bin in der Zwischenzeit in einem anderen Projekt, und wenn Ihre Antwort kommt, muss ich mich erst wieder einlesen. Aus zwei Wochen Wartezeit werden dann schnell drei.

Das gilt in beide Richtungen, und ich nehme mich davon nicht aus. Genau deshalb wirken feste Termine für Rückmeldungen so gut.

So verkürzen Sie die Dauer Ihrer Webseite um ein bis zwei Wochen

Was muss ich als Kunde liefern, damit es schnell geht?

Das meiste davon liegt bei Ihnen ohnehin herum, es liegt nur an verschiedenen Stellen. Wenn Sie diese Punkte beisammen haben, bevor das Projekt startet, sind Sie schneller online als die meisten Betriebe.

Was Sie zum Start bereitlegen
  • Logo als Vektordatei
  • Fotos vom Betrieb in voller Auflösung
  • Liste Ihrer Leistungen
  • Impressumsdaten und Registernummer
  • Ein Ansprechpartner, der entscheiden darf
  • Zugang zur bestehenden Domain

Das Logo brauche ich als Vektordatei, meist mit der Endung svg, ai oder eps. Ein aus einer alten Broschüre kopiertes Bild wird auf großen Bildschirmen unscharf. Fragen Sie bei der Agentur nach, die Ihr Logo gestaltet hat, dort liegt die Datei fast immer noch.

Fotos gehören in voller Auflösung dazu, direkt so, wie sie aus der Kamera oder dem Handy kommen. Ein Bild, das schon einmal durch WhatsApp gelaufen ist, hat den Großteil seiner Bildpunkte verloren und lässt sich nicht mehr retten.

Die Liste Ihrer Leistungen darf grob sein, Stichpunkte reichen. Sie entscheidet darüber, wie viele Unterseiten die Webseite bekommt, und damit über die halbe Projektdauer. Die Impressumsdaten klingen nach Kleinkram, halten aber gern den Livegang auf, wenn am letzten Tag noch die zuständige Handwerkskammer und die Registernummer gesucht werden.

Der Zugang zur bestehenden Domain birgt die meisten bösen Überraschungen. Wenn niemand mehr weiß, wo die Adresse liegt und wer das Passwort hat, kostet die Suche danach schnell eine Woche. Prüfen Sie das ganz zu Beginn, nicht am Tag vor dem Livegang.

Ein Ansprechpartner, der entscheiden darf

Der wirksamste Beschleuniger im ganzen Projekt kostet nichts. Wenn drei Personen mitreden und jede Freigabe eine Woche im Umlauf ist, verdoppelt sich die Projektdauer, ohne dass irgendjemand etwas falsch macht.

Bestimmen Sie deshalb eine Person, die Rückmeldungen sammelt und am Ende entscheidet. Die anderen dürfen selbstverständlich mitlesen. Sie schicken ihre Anmerkungen aber an diese eine Person, und die gibt mir eine abgestimmte Rückmeldung statt drei widersprüchlicher.

Zwei feste Rückmeldetermine im Kalender

Ich vereinbare zu Projektbeginn zwei Termine mit Datum: einen für die Freigabe der Struktur, einen für die Freigabe des Entwurfs. Beide stehen im Kalender wie ein Kundentermin. Das klingt kleinlich, hält aber Projekte in der Spur.

Tragen Sie sich dazu einen dritten Termin ein, an dem die Fotos entstehen, und legen Sie ihn früh. Er ist der einzige Punkt, den Sie nicht abends am Schreibtisch nachholen können.

Wie lange dauert es, wenn ich Ihre Webseite erstelle?

Ihr Zeitaufwand liegt bei zwei bis drei Stunden

Sie können jeden dieser Schritte selbst vorbereiten. Texte verfassen, Fotos machen lassen, Struktur festlegen. Viele Betriebe machen das, und es funktioniert gut.

Wenn Ihnen dafür die Zeit fehlt, geht es auch andersherum. Sie geben mir Stichpunkte und Bilder, Sie bekommen von mir die Texte und den fertigen Entwurf. Sie lesen, korrigieren, geben frei. Dann liegt Ihr Anteil bei zwei bis drei Stunden, verteilt über das ganze Projekt, und die Webseite hängt nicht mehr an Ihrem Feierabend. Was das kostet, habe ich getrennt aufgeschlüsselt: im Ratgeber was eine Webseite wirklich kostet und in meiner Übersicht der Preise für eine neue Webseite, die es ab 2.000 € gibt.

Webseite erstellen lassen in Dresden und Umgebung

Ich arbeite von Wilsdruff aus, also mitten zwischen Dresden, Freital und Meißen. Wenn Sie in dieser Ecke eine Webseite erstellen lassen wollen, komme ich für das erste Gespräch und für den Fototermin vorbei. Genau das verkürzt die Phase, die sonst am längsten dauert. Für Betriebe aus Mittelsachsen bin ich als Webdesigner in Freiberg ebenfalls persönlich vor Ort.

Und falls Sie ohnehin gerade von einem anderen Anbieter kommen: Was Sie vor der Kündigung einsammeln sollten, damit der Wechsel Sie keine zusätzlichen Wochen kostet, steht im Ratgeber Webdesigner wechseln.

Die Dauer bestimmen Sie stärker mit, als Sie denken

Zwei bis vier Wochen für eine einfache Firmenseite, sechs bis zwölf für ein größeres Projekt. Diese Zahlen gelten aber nur, wenn die Inhalte stehen. Alles andere ist Wartezeit, und die entsteht fast immer an derselben Stelle.

Wenn Sie mögen, geht es auch andersherum: Sie sammeln Fotos und ein paar Stichpunkte zu Ihren Leistungen, den Rest übernehme ich. Aus den Stichpunkten werden die Texte, und Ihre Seite geht in wenigen Wochen online, statt monatelang auf eine Rückmeldung zu warten.

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